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Unsere freiwillige Mitarbeiterin Eva hat sich in den ersten Wochen ihres Aufenthaltes sehr gut eingelebt und einen tollen Job gemacht. Leider musste sie aufgrund eines tragischen Unfalls in der Familie ihren Aufenthalt abbrechen und zurück nach Österreich fliegen. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles alles Gute! Lesen Sie hier Evas Eindrücke der vergangenen 2 Wochen:

Evas Bericht aus Zigoti


dulu_spielenJetzt bin ich schon seit mehr als 2 Wochen hier und die Zeit ist nur so verflogen. Ich habe mich schon recht gut eingelebt und bin sehr glücklich mit meinen Aufgaben. Jeden Tag kommen einige Kindernamen dazu und ich lerne neue Wörter in Luganda. Es ist natürlich ein großer Ansporn zu lernen, wenn man weiß, dass ein Ansprechen mit dem Namen und vielleicht sogar auf Luganda, ein großes Strahlen auslösen kann.

Ich habe schon einige Klassen unterrichtet, was mir großen Spass macht. Die Kinder sind wirklich relativ diszipliniert und ich bin immer noch ganz überrumpelt, wenn sich die Schüler nach der Stunde für den Unterricht bedanken. Mir ist natürlich klar, dass das wahrscheinlich nur die anfängliche Aufregung ist.. In der Top Class (Vorschule) ist es ziemlich schwierig für Ruhe zu sorgen, da ich nicht Luganda spreche und die Lehrerin sich gerne anderwärtig beschäftigt, als mir zu helfen. Aber ich habe schon mit ihr geredet und hoffe, dass sie mich in Zukunft mehr unterstützen wird. Außerdem sind die Kinder so unglaublich süß, dass man ihnen sowieso nicht lange böse sein kann.

unterwegs_zur_kircheMit ein paar Lehrern habe ich mich schon angefreundet und wir haben auch schon eine Palatschinkenkochstunde veranstaltet.
Am Sonntag wird brav in die entsprechende Kirche gegangen und am Nachmittag spielen wir alle Spiele, an die ich mich irgendwie erinnern kann. Ich bin auch fleißig dabei „Dulu“ spielen zu lernen. Dabei muss man mit einem Finger eine Nuss auf eine andere Nuss schnalzen, allerdings sind mir die Regeln großteils noch ein Rätsel...

Am Freitag, dem 25.09., fand die Abschlussparty der Senior 4 Schüler statt. Diese werden nach diesem Schuljahr die Schule verlassen und haben ganz selbstständig ein großes Fest organisiert. Von der Musikanlage bis zu den Klopapiergirlanden fehlte es an nichts. Natürlich wurden wieder einmal viele Reden gehalten und danach wurde bis zum Umfallen getanzt. Die laute Musik hat unzählige Nachbarn angelockt und die Halle war bummvoll. Außerdem konnten wir uns zur Feier des Tages den Bauch mit ganz viel leckerem Essen vollschlagen.
Zurzeit sind auch einige Kinder krank und es ist für die meisten schwer zu glauben, dass die beste Medizin oft Schlaf und viel Trinken wäre. Da nimmt man lieber etwas Handfestes wie Malariatabletten von der Krankenschwester.

Bei Maria, dem behinderten Mädchen, das ich regelmäßig besuche, ist alles in Ordnung. Die Haut hat sich schon ein wenig gebessert und die Großmutter scheint sie nun auch öfters nach draußen an die Sonne zu bringen. Den Ball aus zusammen gewickeltem Papier und Plastik wollte sie zwar gleich aufessen, aber es tut ihr gut, etwas in der Hand zu haben. Dadurch steckt sie auch nicht ihre Finger in den Mund, die schon ganz offen sind.

Auf der Farm ist alles in Ordnung. Die Kuh ist nach wie vor hochschwanger und wir rechnen nun wirklich stündlich mit der Geburt des Kalbes. Betty und ich gehen drei Mal in der Woche mit den Kleinsten nachmittags auf die Farm zum Spielen, Zeichnen oder auch um Josephine zu helfen.

Alles Liebe aus Uganda!
Eva

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