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1.Dezember ist Weltaidstag

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AIDS ist nicht nur ein medizinisches sondern auch ein wirtschaftliches und soziales Problem, das gilt ganz speziell für Afrika. In Afrika südlich der Sahara leben etwa 13% der Weltbevölkerung, aber 67% der weltweit 33,4 Millionen HIV/AIDS-Kranken. Und mehr als 70% der jährlichen 2 Millionen AIDS-Toten sind dort zu beklagen. (Zahlen UNAIDS 2009)

Unser Projekt beschäftigt sich natürlich auch mit Aidsaufklärung in den Schulen, die wir unterstützen, in unserer Bücherei sind zahlreiche Aidsaufklärungsbücher für Kinder und Jugendliche. Es gibt Sexualkundeunterricht, aber auch Aufklärung darüber, warum es gefährlich ist, sich mit der Rasierklinge die Fingernägel zu schneiden, und dann die blutige Rasierklinge weiter zu geben.
Mehrere AIDS-kranke Mütter werden von uns finanziell unterstützt, um regelmäßig ins Krankenhaus fahren zu können, um dort die lebensnotwendigen AIDS-Medikamente zu bekommen.

Ansatz muss tiefer greifen

Wir haben gute Kontakte zu lokalen Aidsgruppen, die auch Referate in den Schulen und Dörfern halten. Aber der Ansatz, um HIV/AIDS langfristig in den Griff zu bekommen, muss unserer Ansicht nach tiefer gehen.

Uganda ist bevölkerungsmäßig das jüngste Land der Welt. 50% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Die Anzahl der durch AIDS zu Waisen gewordenen Kinder ist so hoch wie kaum sonst wo. Unzählige Kinder wohnen bei Ihren Großmüttern oder anderen Verwandten. Die wirtschaftliche Situation lässt es nicht zu, dass sie in die Schule gehen. Viele können nicht lesen und schreiben, geschweige denn Englisch sprechen, das hier Amtssprache ist. Je drückender die Armut, desto früher werden die Mädchen verheiratet. Je niedriger der Bildungsstand, desto weniger Aufklärung über AIDS.

Die 16-jährige Alexandra (Name geändert) etwa kam zu uns, weil ihre Großmutter sie nicht mehr ernähren, geschweige denn das Schulgeld zahlen konnte. Sie wollte, dass Alexandra heiratet, oder zumindest zu einem Mann geht, um sich von ihm aushalten zu lassen. Alexandra weiß, dass das bedeutet so schnell wie möglich Kinder zu bekommen, weil Kinder in einem Land ohne Sozialversicherung nach wie vor die Absicherung der Alten bedeutet. Eine junge, ungebildete Frau hat kaum die Chance sich gegen die sexuellen Wünsche ihres Mannes durch zu setzen. Das heißt, selbst wenn sie etwas über die Verwendung von Kondomen wüsste, könnte Sie ihren Mann wohl kaum überzeugen diese auch zu verwenden. Auch seine Treue kann ein junges, ungebildetes Mädchen nicht einfordern.

weltaidstag_2Hier sehen wir unseren Ansatzpunkt. Wenn wir Kindern und Jugendlichen in diesen tristen wirtschaftlichen Situationen die Möglichkeit geben nicht so jung heiraten zu müssen, oder auf der Straße zu landen, sondern eine Schule zu besuchen und gegebenenfalls auch eine Ausbildung zu machen, ist das die beste AIDS-Prävention, die man sich nur denken kann. Es ist kein Geheimnis, dass ein niedriger Bildungsstand und Armut Hand in Hand mit hohen AIDS-Raten gehen.

 

Wir helfen im kleinen Rahmen, aber ganz konkret.

 

 

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