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Eröffnung der Christoph Bettermann Schule

KINDERN EINE CHANCE eröffnete am 4. März 2012  seine erste Schule für Kinder mit speziellen Bedürfnissen in Uganda. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art im Bundesland Mityana mit seinen 350.000 Einwohnern.

cbs_gruppenbild-der-schueleIn der ersten Phase wurden 12 mehrfachbehinderte Kinder in die Internatsschule aufgenommen. Für Gabi Ziller und Stefan Pleger, die Gründer des Vereins KINDERN EINE CHANCE, ist damit der erste Schritt in eine unbedingt notwendige Erweiterung des Arbeitsgebietes des Vereins getan. Seit 4 Jahren arbeitet der Verein daran Waisen und anderen benachteiligten Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen. Über 700 Kindern kann so derzeit der Schulbesuch ermöglicht werden.


„Bei unseren Besuchen in den Dörfern haben wir immer wieder geistig und körperlich behinderte Kinder getroffen, die teilweise versteckt wurden, da sie oft als Schande für die Familie gelten. Genau für diese Kinder, die kaum soziale Kontakte haben und in ihrem normalen Umfeld kein menschenwürdiges Dasein führen können haben, wir diese Schule gebaut.“ erklären Ziller und Pleger.

cbs_gloria-b350Für Kinder wie die 9 jährige Gloria ist die Schule eine nie erhoffte Chance. Erstmals kann sie in einem richtigen Bett mit Matratze und Moskitonetz schlafen, hat die Möglichkeit mit anderen Kindern zu spielen, erhält Physiotherapie und einen entsprechenden Unterricht. Zuvor lebte sie mit ihrer Großmutter und anderen Kindern in einer Lehmhütte unter ärmlichsten Bedingungen. Weder Vater noch Mutter kümmerten sich um sie. Als die Mitarbeiter von KINDERN EINE CHANCE sie besuchten versteckte sich die Großmutter aus Scham.

Die pädagogische Aufbauarbeit des Behindertenprojektes wird derzeit von der österreichischen Sonderpädagogin Ann-Christin Hütter geleitet. Wie alle internationalen Mitarbeiter, die für KINDERN EINE CHANCE in Uganda tätig sind, arbeitet auch sie vollkommen unentgeltlich vor Ort mit. Selbst den Flug nach Uganda hat sie selbst bezahlt. „Nur so ist es möglich, dass wirklich jeder Spenden-Euro direkt in Uganda ausgegeben wird“, erklärt Pleger.

kec_cbs_eroeffnung_b350Die 5 Monate dauernden Bauarbeiten für die Schule wurden ausschließlich von ortsansässigen Handwerkern durchgeführt. So kommt das Geld direkt in den lokalen Wirtschaftskreislauf und hilft die gesamte Region wirtschaftlich zu entwickeln.  

Die Eröffnung fand unter großem öffentlichem Interesse statt. Neben der politischen Führung des Bundeslandes Mityana und zahlreichen Ehrengästen aus Uganda reiste auch Dagmar Ballweber aus Österreich an. Ihre Familie hat den Bau der Schule weitestgehend finanziert. Daher wurde diese erste Behindertenschule im gesamten Bundesland auch nach ihrem selbst im Rollstuhl sitzenden Sohn Christoph Bettermann benannt.

 

Mehr aktuelle Bilder dieser Reise und von der Erföffnung der Schule hier:

 

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