Manchmal könnte man einfach nur heulen
Dann lerne ich Nazziwa Annet kennen. Der zwanzigjährigen hat der Vater ihres Kindes beide Hände abgehackt. Am 30. November hatte der getrennt von ihr lebende stockbesoffene Mann das wenige Monate alte Kind der Mutter wegnehmen wollen. Als sie sich wehrte schlug er mit der Machete zu. Annet überlebte knapp. Ihr Vater hat praktisch all sein Hab und Gut verkauft um die medizinischen Die Frauengruppe stellt sich vorMaria ist eines unserer Vorstandsmitglieder hier in Uganda. Sie wohnt erst seit kurzem etwa 8 Kilometer entfernt von Zigoti. In Österreich würde man sagen sie ist eine kleine Vereinsmeierin, aber echt ok. Wie es ihrem Naturell entspricht hat sie sofort angefangen auch für ihre Nachbarn etwas zu organisieren, wovon die Gemeinschaft profitiert. Also wurde eine Frauengruppe gegründet, die witzigerweise von einem Mann (dem einzigen männlichen Mitglied der Gruppe überhaupt) geleitet wird. Bitte fragt mich nicht warum. Ich habe den Versuch aufgegeben hier alles zu verstehen. Aber eine Erklärung könnte sein, dass "Frauengruppen" in der Gunst potenzieller Geldgeber einfach höher stehen, und im Normalfall eh kaum mal jemand sich die Dinge näher anschaut. Aber zurück zur männlich geleiteten Frauengruppe: Ich war heute die Gruppe besuchen um mir ihre Handarbeitsprodukte anzuschauen. Ketten, Körbe, Armbänder…..teilweise sehr nett. Ich besuche BongoleRuth die Direktorin der Schule in Bongole kommt mit einem Anliegen zu mir. Auch der eine Euro, den wir für Unterricht und Schulessen hier verlangen ist für die Kinder von Joseph und Bena zu viel. Joseph ist gelähmt. Seine Frau Bena bemüht sich so gut sie kann die Familie zu ernähren und schaffte es bis jetzt auch dieses minimale Entgelt aufzutreiben. Doch nun sind gleich zwei Unglücksfälle auf einmal eingetreten. Erst starb der Bruder Josephs und hinterließ 12 Kinder von 3 verschiedenen Frauen, für die Familie nun sorgen sollte. Dann erkrankte vor wenigen Wochen Edith, die 7 Jahre alte eigene Tochter, an schwerer Malaria. Und obwohl wir finanziell unterstützten, um das Kind behandeln zu lassen, verstarb es. Der Besuch an dem frischen Grab gibt mir den Rest. Natürlich werden wir der Familie auch den einen Euro erlassen und die Kinder weiter in unsere Schule gehen lassen.
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