Die Schule beginntNachdem die letzte Woche bei uns hier in Zigoti ganz unter dem Motto „das kommende Schuljahr vorbereiten“ stand, hüllten sich all die staatlichen Schulen die ich in der Zeit besuchte noch in eine dicke Staubschicht. Nicht, dass in unseren Schulen alles so laufen würde, wie wir das gerne hätten, doch zumindest waren schon die meisten der Lehrer hier und nahmen an den - bei uns würde man sagen - Konferenzen teil. Auch Leopold, einer unserer Freiwilligen, der nun in vier unserer Schulen Lehrerfortbildung macht, war dabei und musste immer wieder feststellen, dass manche Dinge in Uganda doch etwas anders ablaufen wie in Tirol. Aber Leopold sieht es als Herausforderung und ich bin sicher, dass ihm so schnell nicht langweilig wird.
Während zum Beispiel in unserer Schule in Bongole von etwa 260 Schülern am ersten Schultag knapp 200 anwesend waren, waren es in der staatlichen Schule in Saala von 360 Schülern gerade einmal 3. In Worten DREI Schüler. Allerdings mit enormer Steigerung, denn am 3. Schultag waren neben 2 der 8 Lehrer auch schon 10 Schüler da. Auch für die DEO war diese Tatsache schockierend. Aber was soll sie tun, meinte sie: Sie hat zwar 3 Inspektoren für die etwa 400 Schulen die ihr unterstehen, aber kein Geld um Sprit für die Motorräder zu kaufen. Das größte Problem für die Schulen im Distrikt sei, so wurde bei einer Evaluation vor 8 Jahren erkannt, dass es keine Lehrerunterkünfte bei den Schulen gibt, und daher die Lehrer nicht regelmäßig anwesend sind. Darauf wurde natürlich reagiert…sage und schreibe 2 (in Worten ZWEI) Lehrerunterkünfte wurden bei den staatlichen Schulen in den letzten 8 Jahren gebaut. Die DEO kann einem richtig Leid tun. Handshake with the Präsident
AbschiedIch gehe diesmal, zwar wie immer ein wenig traurig, aber mit einem sehr guten Gefühl zurück nach Österreich. Das liegt nicht zuletzt daran, dass mit den zwei Krankenschwestern Manuela und Elvira, und den beiden Pädagogen Leopold und Herbert jetzt vier Österreicher hier sind und für die nächsten 3 Monate hier mitarbeiten. Und auch wenn wir ein gutes ugandisches Team haben, Mitarbeiter aus Österreich sind unheimlich wertvoll für unser Ziel, den bedürftigsten Kindern über eine gute Schulbildung und Betreuung eine Chance zu geben. Über die Arbeit unserer Krankenschwestern und von Leopold habe ich ja schon einiges berichtet. Herbert, unser Neuzugang, war langjähriger Direktor eines Polytechnischen Lehrgangs, und ist ein echter Praktiker. So wird er sich in den nächsten Monaten vor allem um unsere Tischlereiwerkstatt, die Schneiderei und die Farm kümmern. Gemeinsam mit den jeweiligen Handwerkern und unserem Farmer wird er auch den Unterricht in den jeweiligen praktischen Fächern organisieren. Ich bin echt froh, dass wir Spezialisten wie ihn aber auch die anderen Volontärs hier haben. Ich bin überzeugt, dass alle vier unheimlich viel zur Qualitätsverbesserung unserer Projekte beitragen. Wie bei jedem Aufenthalt in Uganda wird die Zeit zum Schluss unheimlich knapp. Da müssen Arbeitspläne für die nächsten Monate erstellt und Pläne für die nächsten größeren Projekte besprochen werden, noch diese oder jene Schule besucht und Fotos gemacht werden, und und und ...
Ja und dann gibt es auch kleine Dinge die mir persönlich einfach immer unheimlich wichtig sind ehe ich wieder zurück nach Tirol komme. Ein letzter Rundgang ganz allein über die Farm, der Abschiedsbesuch bei unserer behinderten Maria, noch einmal mit Isahia und Peter Fußball spielen, oder die Kinder beim Wasserholen zum Brunnen begleiten. Irgendwie ist es nicht leicht hier wegzugehen, aber was soll´s ich komm - ja wieder. Bilder zu dieser Reise in unserer Galerie: |