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Die aktuellen Reisetagebücher von Gabi und Stefan:
Reise Jänner - März 2012


12. August PDF 

2. Tagebucheintrag von Gabi Ziller

 

Austria is not Australia

gabi_gibt_ihre_erste_schulstunde.jpgHeute haben wir den Tag mit einem Besuch in der Schule begonnen. Wir haben die Klasse von Thomas, Primary 3, besucht und den Kinder zu erklären versucht was Schnee ist. Ungläubige Blicke haben mich angeschaut, als ich ihnen erzählt hab, dass wir im Sommer und Winter unterschiedliches Wetter haben. Da die Kinder nicht wissen wo Österreich geschweige denn Europa überhaupt ist, macht es auch nichts, dass weiterhin alle fragen „How is life in Australia?"

Anschließend haben wir in Cissys Klasse, der ersten der Secondary School, das Poster der Zeller Hauptschule überreicht und auch dort wieder von Österreich erzählt. Die Schüler sind ca. 13 Jahre alt und wissen alle, dass es auch in Uganda, am Mount Rwenzori Schnee gibt. Auch wenn sie ihn noch nie gesehen haben. Und bei Red Bull Salzburg gibt es einen Spieler aus Uganda, daher war vielen Burschen Österreich ein Begriff (wo es liegt zumindest ungefähr). Es war eine sehr lehrreiche Stunde für mich, welche Fragen die Kinder stellen und wie groß die Unterschiede unserer Kulturen doch sind. Ein paar verbindende Elemente haben wir aber gefunden, denn hier sind die Meisten Christen und wie alle Kinder lieben auch diese hier Weihnachten. 

Frauenpower in Zigoti

woman_commitee.jpgAm Nachmittag war ich hochoffiziell zum Meeting des Women Committee of Zigoti geladen. Hier handelt es sich um eine Gruppe Frauen, die sowohl eigene Kinder haben als auch Waisen, um die sie sich kümmern. Viele von ihnen sind alleinstehend. Stefan durfte ausnahmsweise auch bei dem Meeting dabei sein. Wir wurden mit einem Lied und einem Tanz begrüßt. Die Frauen hatten einige Handarbeiten mitgebracht, mit denen sie Geld verdienen (Bastmatten, Taschen, Körbe, Schmuck etc.) Die Chairwoman hat uns gemeinsam mit einer Dolmetscherin berichtet, was die Frauen alles tun (Kinder erziehen usw.) und dass sie Unterstützung brauchen. Gerne würden sie Workshops besuchen oder bspw. eine Nähmaschine bekommen. Das klingt natürlich alles einfach und leicht umsetzbar, aber wir müssen die Gewissheit haben, dass die Frauen sich auch um die Gemeinschaft kümmern und ihre Kinder auch in die Schule schicken wollen. So haben wir sie gebeten, sich genau zu überlegen, welche Unterstützung sie brauchen und uns dies aufzuschreiben. Außerdem bekommen wir eine Liste aller Kinder mit einem Vermerk, wie viele davon zur Schule gehen. Und wir haben sie gebeten, sich um die Wasserstellen zu kümmern. Denn einiges könnte verbessert werden, wenn man einfach ein wenig aufräumt und das Umfeld der Wasserstellen sauber hält. Ich bin mir sicher, dass die Frauen, wenn sie wollen, gemeinsam wirklich einiges in der Region verbessern können. 

Bad, Küche, Klo

Bei unseren Häusern wird jetzt eine Latrine gebaut und eine Küche soll entstehen. Wir wollen damit endlich Grace entlasten, auf deren Grund sich bis jetzt alles abspielte. Die Kinder freuen sich schon sehr, wenn alles fertig wird. Am Donnerstag holen wir Stockbetten in Kampala ab, dann hat fast jedes Kind auch sein eigenes Bett.

 

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