| 13. August |
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Heute haben wir also das erste Mal, seit ich hier bin, Zigoti verlassen, um nach Mitiyana zu fahren. Mitiyana ist die nächstgelegene größere Stadt, die diesen Namen auch verdient. Hier haben wir Essig (zumindest steht "vinegar" auf der Flasche, wobei bei den Inhaltsstoffen nichts Natürliches aufscheint, aber der Geschmack erinnert wenigstens an Essig), Nescafe und Marmelade (red plum nennt sich das Ding, ist rot und schmeckt vor allem nach Zucker) gekauft. Mitiyana hat sehr viele Geschäfte, die alle nach Sparten in den einzelnen Straßen angesiedelt sind. Es gibt also eine Gasse, da kann man nur Schulmaterialien kaufen, in der nächsten gibt es alles rund um's Fahrrad und in der dritten nur Polstermöbel, wobei ich mich frage, wer die kaufen soll. Mitiyana ist zwar eine größere Stadt, aber dennoch sehr arm. Was mich aber positiv überrascht, ist wie verhältnismäßig sauber alles ist. Es liegt kaum Müll herum und die Räume werden regelmäßig gekehrt.
Besuch bei Father JosephIn Mitiyana haben wir auch Father Joseph besucht. Er ist in der Diozöse für die Unterstützung und den Aufbau von Sozialprojekten zuständig und hat mit Sicherheit am meisten Budget im ganzen Distrikt, wenn es um Sozialfragen geht (Jahresbudget rund 300.000 Dollar) Stefan hat ihn bei seinem ersten Aufenthalt hier kennen gelernt und seither unterstützt uns Father Joseph vor allem durch Ratschläge. Außerdem ist er ein wichtiger Meinungsbildner hier und daher umso wichtiger für uns und das Projekt. Er hat sich recht lang für uns Zeit genommen und uns beraten, wie wir am besten mit dem Kaufvertrag des neuen Grundstücks vorgehen sollen, damit wir rechtlich abgesichert sind. Die Bürokratie in Uganda hat es nämlich mindestens so in sich wie die Bürokratie bei uns.
Musik liegt in der Luft
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