Kindern eine Chance Uganda Pleger Zechmann Ziller Zigoti Hilfe für Afrika Spenden
15. August

die_neue_schule_wird_gestrichen.jpgMan kann sagen, heute ist der große Tag. Das neue Schulgebäude, das durch Ulrich Huber und seine Freunde und Partner finanziert wurde, wird hochoffiziell eröffnet. Die Feierlichkeiten sollen laut Plan, den uns Caesar überreicht, um 10:00 beginnen. (Bild: Schulgebäude einige Tage vor der Fertigstellung, die Wände werden gerade gestrichen)

Wir sind erst um 10:30 dort, aber da ist noch gar nichts los. Das ist uns eigentlich sehr recht, denn heute müssen wir uns noch um zwei weitere Gäste kümmern: Maria und Walli.

Maria reist heute an, um unseren „demonstration garden", den wir am neuen Grundstück einrichten wollen, aufbauen. Sie kommt ursprünglich aus Zigoti, lebt derzeit in der Nähe von Kampala und erwartet in weniger als 4 Wochen ihr zweites Kind. Sie hat Landwirtschaft studiert und scheint sich wirklich gut auszukennen. Heute zeichnet sie erstmal einen Plan vom Grundstück und überlegt, was wir wo anbauen, wo wir Schweine, Rinder und Hühner unterbringen. Ihre Überlegungen haben Hand und Fuß, nur das mit der Berechnung der Kosten ist auch bei ihr ein Problem.  

Walli kommt aus Berlin und war drei Wochen mit ihren Eltern in Uganda unterwegs. Sie wohnt jetzt bis Ende September bei Karmeliterschwetsern ganz in der Nähe von Zigoti. Die Schwestern kommen fast alle aus Österreich (gut, es sind nur 3 oder 4 insgesamt), und wohl sehr engagiert und nett, aber für ein 20 jähriges Mädel haben sie kaum Beschäftigung. Also wird Walli, die Englisch studiert, in den nächsten Wochen, mit unseren Kids ein wenig lernen und spielen.

AIDS - Ein wichtiges Thema 

aidsaufklrung_mit_den_von_ns_gekauften_buechern.jpgGegen Mittag kommt Leben in die Schule. Das aufgebaute Zelt füllt sich mit Besuchern und nun treten nacheinander einzelnen Klassen auf und singen oder sagen Gedichte auf. Wir sind stolz, denn viele unserer Kinder aus dem Projekt haben tragende Rollen. Besonders beeindruckt uns die Aufführung der P6: sie singen über AIDS und sagen ein Gedicht auf. Eines der Mädchen bricht dann in Tränen aus, als sie singt, dass sie ihren Vater durch AIDS verloren hat. 

AIDS ist hier weiterhin ein wichtiges Thema. Viele der Schulbücher behandeln das Thema und Aufklärungsunterricht gibt es in fast allen Klassen. 

Fast jede Klasse singt ein Lied, in dem Stefan und ich und alle Sponsoren/ Paten in Österreich dankend erwähnt werden.

Um 13:00 trifft der „guest of honour", der Vorsitzende des Distrikts, vergleichbar mit unserem Landeshauptmann, ein. Joseph Musoke wirkt recht sympathisch. Die Secondary School singt ein Lied, in dem wir alle genannt werden: Allen voran Ulrich Huber (wobei die Aussprache des Namens viel Probleme bereitet) und Stefan, aber auch Ian, ich und Tina Riedmann für den Kauf der Instrumente.  Die Gänsehaut geht gar nicht mehr weg und ich bin froh, dass wir gestern Abend die Kinder bereits beim Proben überrascht haben und da ein paar Tränen der Rührung vergossen haben. Heute waren wir schon emotional vorbereitet.

tanz_vor_schule.jpgDer Tag zieht sich dahin mit Liedern und Reden von verschiedenen Politikern und Elternvertretern und dem Bericht von Caesar. Wir sind froh, dass Ian sehr oft genannt wird und ihm so der Rücken in der Community gestärkt wird. Es ist wichtig, dass die Leute ihn kennen und vor allem als Projektleiter akzeptieren. Er ist ja noch recht jung und muss sich den Respekt vieler erst erarbeiten. Der heutige Tag wird ihm dabei aber auf alle Fälle helfen. Mitten in Caesars Rede beginnt es zu regnen, als würde die Welt überschwemmt werden. Alle flüchten in das neue Gebäude. Im nun recht gemütlichen (gedrängten) Rahmen hält Stefan eine Rede und ruft alle auf, uns im Projekt zu unterstützen und selbst einen Teil für die Gemeinschaft und den Ort Zigoti bei zu tragen. Wir können nicht allen helfen sondern wollen sie ermutigen, selbst aktiv zu werden und sich zu überlegen, wie sie ihre Situation verbessern können. Wir überreichen Ian und Caesar je ein „Kindern eine Chance" T-Shirt, was sie sehr freut. Wir nutzen die Regenpause (zeitweise ist es durch den Regen so laut im Raum, dass man sein eigenes Wort nicht versteht) und zeigen Musoke die Pläne für den neuen Grund und erzählen ihn von unseren Ideen. Er gibt uns seine Handynummer und E-Mail-Adresse und meint, wir sollen uns melden, wenn wir Probleme haben. Schadet sicher nicht, seine Kontaktinfos zu haben und wenn wir das nächste Mal in Mitiyana sind schreiben wir bzw. Ian ihm erstmal ein Dankes-E-Mail.

Wir beenden den Nachmittag mit einem Festessen und ein paar Tänzen in der „Disco" vor der Schule. Aufgrund des dichten Programms heute wird die Zeugnisverteilung einfach auf den nächsten Tag verschoben (eigentlich wären da schon Ferien, aber so genau ist man hier nicht... ).  

 

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