| 18. August |
Post von AustriaWir beginnen den Tag bei den Kindern und verteilen endlich die Briefe, die wir aus Österreich mitgebracht haben. Bis jetzt war kaum ein ruhiger Moment und selten waren alle Kinder beieinander. Aber der erste Ferientag ist genau richtig für gute Nachrichten. Einige Paten haben uns ja Briefe und/oder kleine Geschenke mitgegeben und die Freude der Kids ist enorm. Ich würde gerne für Weihnachten von möglichst allen Paten Briefe einsammeln und dann an die Kinder schicken. Vor allem die Größeren sind sehr interessiert, mehr über ihre Paten zu erfahren. Wir werden dazu im Herbst einen Aufruf daheim starten. Walli und Maria
Eine kleine Gruppe mit 10 Kindern darf heute mit Maria eine Farm besuchen (Großes Bild unten). Eine Exkursion sozusagen, etwas ganz Neues für unsere Kinder. Maria ist streng aber liebenswert und die Kinder sind fleißig beim Notizen machen. Auf nach MaduduGut aufgehoben in den Händen dieser beiden Frauen fahren Stefan, Ian und ich nach Mityana, um einige Besorgungen zu machen und vor allem den Wassertank zu bestellen, damit das Projekt in der kommenden Regenzeit immer gut mit Wasser versorgt ist. Stefan und ich brechen am späteren Nachmittag nach Madudu auf. Hier haben wir derzeit 30 Kinder unter Patenschaft, die allesamt bei Verwandten leben. Madudu ist ca. 110km von Zigoti entfernt. Wir werden in der Nähe von Father Joseph sen. abgeholt. Er und Father Joseph jun. (irgendwie scheinen alle Priester, mit denen wir zu tun haben in Uganda Joseph zu heißen) betreuen für uns diese 30 Kinder, von denen wir in den nächsten 2 Tagen einige besuchen wollen. Der erste Abend in Madudu ist sehr gemütlich, komfortabel (Wassertoilette!!!) und vor allem sättigend: wir bekommen erstmals seit ich hier bin Nudeln und richtig gute Kartoffeln. (Das Essen ist zwar eigentlich recht gut in Uganda, aber im Grunde immer dasselbe. Da weiß man Nudeln erst richtig zu schätzen sag ich euch! Schlechte Nachrichten von GertrudLeider müssen wir erfahren, dass Gertrud, die AIDS kranke Mutter von 6 Kindern, die fast alle von uns unterstützt werden, sehr krank ist und bei Verwandten untergebracht wurde. Stefan hat Gertrud bereits zweimal besucht und wir wollten sie ein wenig mehr unterstützen, in dem wir ihr beispielsweise eine Nähmaschine kaufen. Aber scheinbar war sie der Medikamente überdrüssig und ließ sich von Mitgliedern der „Born again Christs" einreden, dass Beten alleine auch hilft. Selbst Father Joseph ist schockiert, dass sie das glauben konnte und versteht nicht, dass sie aufhörte die Tabletten zu nehmen. Scheinbar ist sie nun aber zur Vernunft gekommen und wird bei Verwandten wieder aufgebaut und nimmt wieder ihre Medikamenten (ARV).Wir hoffen sehr, dass es ihr bald besser geht und sie in ihr Haus zurückkehren kann. Ihre Kinder wurden von diversen Nachbarn und Verwandten aufgenommen. Die Kinder sind recht fleißig in der Schule und gehen weiterhin, auch wenn die Mutter weg ist, regelmäßig hin. Leider können wir daher Sylvia, das Patenkind von Manuela und Willi, nicht besuchen, da sie bei einer Tante ist, die weit entfernt lebt. (Father Joseph wird ihr aber den Brief zukommen lassen und sich auch um ein Geschenk kümmern).
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