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20. August

Die Ärmsten der Armen

photouebergabe_verstorbene_kinder.jpgAls ich gestern schrieb wir hätten die Ärmsten der Armen gesehen, hatte ich die Lebensumstände von Ronald und Paul (Patenkinder der HS Schwaz) noch nicht erlebt. Stefan hatte mir schon erzählt, dass er bei seinem letzten Besuch geschockt war. Damals lebte die Familie unter zwei aneinander gelehnten Wellblechen: Dieser Umstand hat sich verbessert, jetzt gibt es immerhin eine Lehmhütte. Die zwei   Kleinkinder, die Stefan beim letzten Besuch noch kennen lernte, sind mittlerweile verstorben. Als Stefan ein Foto vom letzten Besuch übergibt (Bild links) beginnt die Frau zu weinen. Es ist das einzige Foto das sie nun von ihren verstorbenen Kindern hat.

Das Ehepaar hat Ronald, Paul und Peter aufgenommen, als deren Eltern starben. Sie können ihnen aber nicht mehr geben als ein Dach über dem Kopf und ein wenig Nahrung. Trotz dieser Lebensumstände sind Paul und Ronald sehr gut in der Schule, was uns freut. Wir überreden die Familie auch Peter Siifa (ca.8 Jahre), das dritte Pflegekind (nicht verwandt mit Paul und Ronald) in die Schule zu schicken. Er ist total verschüchtert da man ihm bis jetzt immer sagte, er sei dumm. Wir glauben aber, dass der Schulbesuch ganz wichtig für ihn ist, vor allem der Umgang mit anderen Kindern ist wesentlich für die Entwicklung. Father Joseph wird sich auch um die medizinische Versorgung der Buben kümmern, ihre Haut sieht alles andere als gesund aus.

Isiah und Abbery

stefan_und_isiah_small.jpgDie letzten beiden Buben aus dem Programm die wir besuchen sind die Brüder Abbery und Isiah (beide Ulrich Hubers Patenkinder). Isiah (Bild links, mit Stefan Pleger) ist ein wenig behindert aber ein sehr fröhliches Kind, das eine riesige Freude mit dem Foto hat, das Stefan ihm mitbringt. Die Mutter der Buben ist krank, daher leben die beiden derzeit bei ihrer Tante und deren Mann, gemeinsam mit den 2 Kindern des Paares. Ein sehr liebevolles Umfeld in einfachen Verhältnissen. Das Paar verdient sein Geld mit einer kleinen Landwirtschaft und mit dem Herstellen vom „Bananenalkohol“.

Weitere Patenkinder

Zurück im Pfarrhof zeigt uns Father Joseph noch ein paar weitere Kinder für Patenschaften. Den 17-jährigen Bernard nehmen wir dann auch noch auf nachdem wir seine Geschichte gehört haben: sein Vater ist gestorben und die Mutter hat nur einen Arm, daher kann sie schwer arbeiten. Bernard steht aber nur noch ein Jahr vor dem Abschluss der Secondary School. Und mit diesem Abschluss hat er bessere Chancen einen guten Job zu bekommen, mit dem er dann sich und seine Mutter ernähren kann. Dieses strahlende Gesicht im Rückspiegel fahren wir mit den beiden Father Josephs ins ca. 15 km entfernte Mubende, wo unser Bus retour losgeht. Vor der Abreise erklären wir den beiden aber noch, wie man Daten an ein E-Mail anhängt, damit sie uns in Zukunft öfter kontaktieren können und mit Infos aus Madudu versorgen. Unsere Kinder dort werden wirklich super von Father Joseph betreut, der seine „Schäfchen“ wirklich alle kennt und trotz sehr unwegsamen Gelände und widrigen Umständen regelmäßig besucht.

 

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