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Home Reise-Tagebücher August 2008 10. September - Im Zoo
10. September - Im Zoo PDF 

Eine gelungene Überraschung

Die Ferien der Kinder neigen sich dem Ende zu. Zumindest ein kleiner Ausflug zum Abschluss der Ferien soll gemacht werden. Doch was macht man in Uganda so mit Kindern zwischen 4 und 14? In Innsbruck würde ich vermutlich den  Alpenzoo als erstes vorschlagen. In Uganda ist es der Zoo in Entebbe. Ian war begeistert, einen Minibus haben wir gestern schon ausfindig gemacht, und als Ian heute beim Frühstück verkündet, dass die erste Hälfte der Kinder heute in den Zoo darf, bricht Freudengetöse aus.

Mit 17 Kindern im Zoo

zoo_uganda.jpg17 Kinder dürfen heute mit. Die Auswahl geht nur aufgrund der hundertfachen Beteuerungen, dass  morgen der Rest mit darf, ohne viel Tränen über die Bühne. Alle ziehen sich ihre neuen T-Shirts und Schuhe an. Wir quetschen uns in den Minibus und ab geht's. Allein die Fahrt ist für die Kinder ein einzigartiges Erlebnis. Als wir nach über einer Stunde Fahrt am Victoriasee entlangfahren pressen sich 17 Nasen an die Fensterscheiben. Für viele der Kinder ist es das erste Mal, dass sie einen See sehen.

Löwen (Bild links), Nashörner, Schimpansen, Riesenschlangen und Krokodile. Alles Tiere, von denen die Kinder immer nur gehört haben. Jetzt sehen sie diese Tiere live. Es ist überwältigend. Nicht dass der Zoo etwas Besonderes wäre, nein es ist die Freude der Kinder.

Auch ein künstlich aufgeschütteter Strand am Victoriasee ist hier im Zooareal. Und nach mehrfacher Versicherung somit auch absolut Bilharziose (eine Wurmkrankheit die man durch Hautkontakt mit infiziertem Wasser bekommt) frei. Die Kinder tummeln sich im Wasser und toben sich so richtig aus (Bild unten). 

Die Rückfahrt ist ruhig, und viele der Kinder können die Augen nicht mehr offen halten. Wir nehmen auf Grund des Verkehrs eine andere Route durch Kampala, und kommen auch in jenes Viertel indem sich viele der internationalen NGOs niedergelassen haben. Die hohe Dichte an großen weißen Geländewagen, an deren Fahrertüren die Logos der Hilfsorganisationen, oder die Aufschrift „Donated by..." prangen, ist auffallend. Gefahren meist von Musungus wie mir, oder von schwarzen Fahrern mit weißen Beifahrern. Ein komisches Bild -  da die riesigen Wagen mit ein oder zwei Personen, daneben die lokalen Minibusse des öffentlichen Verkehrs total überfüllt. Dazu muss man wissen, viele der großen Hilfsorganisationen verbieten ihren internationalen Mitarbeitern das Benützen öffentlicher Verkehrsmittel - aus Sicherheitsgründen.  Zu Recht oder Unrecht sei dahin gestellt. Dass das aber der viel beschworenen Proximity, also „Nähe zur Bevölkerung", nicht unbedingt förderlich ist, ist glaube ich klar. Speziell dann, wenn die Scheiben auch noch oben sind, um die Funktionsfähigkeit der Klimaanlage nicht zu beeinträchtigen.

zoo_baden_victoriasee.jpg

 

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