| 12. September |
Einkaufstag
Und da unser Maisfeld frisch bepflanzt ist (Bild links) und somit heuer noch keinen Ertrag bringt, müssen wir einkaufen gehen. Da Ian noch bei Viene im Krankenhaus ist, bin ich heute dafür zuständig. Es ist echt harte Arbeit, die Säcke mit dem Fahrrad zum Projekt zu karren, und als ich mit 3 Bananenbuschen am Fahrrad durch das Dorf fahre, machen sich die Leute doch ein wenig lustig über den Musungu, aber was soll‘s. So sparen wir die Transportkosten für das Motorradtaxi. Immerhin 20 Cent. Man mag das für lächerlich halten. Und überall sonst würde ich die 20 Cent liebend gern ausgeben, um mir diese Schwerstarbeit zu ersparen, doch ich will auf keinen Fall den Eindruck aufkommen lassen: „Ach die haben eh Geld!" Es ist nämlich so, dass man hier grundsätzlich der Meinung ist, alle von Weißen unterstützten Projekte schwimmen im Geld. Medizinische HilfeIch versuche mich kurz von der Einkaufstour zu erholen, als drei Mädchen Rose bringen, die sich beim Spielen eine Platzwunde am Kopf zugezogen hat. Nach dem auswaschen der Wunde ist klar, dass das nicht wirklich tragisch ist. Ich desinfiziere und gebe etwas drauf. Als Medizin verschreibe ich ihr noch stündlich ein Keks, die ich Rose in die Hand drücke, worauf sich ihre Laune schlagartig verbessert, und sie quietsch fidel davon springt. Die Sache mit dem RegenEigentlich sollten wir seit zwei Wochen regelmäßig Regen haben, doch hier wie auch in anderen Teilen Ugandas ist es nach wie vor ungewöhnlich trocken. Das schmerzt uns in doppelter Hinsicht. Erstens haben wir ja auf unserem neuen Stück Land Mais angebaut, der zwar schön sprießt, jetzt langsam aber wirklich wieder Regen braucht, und zweitens sind wir ja jetzt stolze Besitzer zweier großer Regenwassertanks die endlich voll werden sollten (Bild unten). Zu verdanken haben wir diese zwei Tanks übrigens zum einen Familie Pöschl aus Petnau, und zum anderen vielen Spendern, vor allem rund um Paul Lampl in Völs, der fleißig die Werbetrommel rührte. Ja und dann. Wir können nur auf Regen hoffen.
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