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Home Reise-Tagebücher Jänner-März 2009 Woche 9: 2. bis 8. März
Woche 9: 2. bis 8. März

Unsere kleine Farm

farm1.jpgWie ja bereits mehrfach berichtet sind wir viel damit beschäftigt eine kleine Farm aufzubauen, wo die Kinder die Grundbegriffe der Landwirtschaft erlernen können. Natürlich wird hier auch einiges angebaut, das die Ernährung der Kinder positiv und gesund ergänzt. Die Farm befindet sich auf einem kleinen Hügel, ca. 5-10 Minuten zu Fuß von der Schule und vom Projekt (unserem „Waisenheim“) entfernt.

Mit der Bestellung und Bearbeitung des Bodens wurde im Herbst bereits begonnen. Damals allerdings noch recht laienhaft und nicht ganz so strukturiert wie jetzt. Dennoch können wir bereits die ersten Karotten, Tomaten und „scumaweed“, die Kohlart, von der wir schon mal geschrieben haben, ernten. Seit Anfang des Jahres wird die Farm aber nun professionell von Josephine und David bearbeitet.

Josephine ist für die leichteren Arbeiten und vor allem für die Einbeziehung der Kinder in das Farmgeschehen verantwortlich, während David die härteren Arbeiten (vor allem das Graben) übernimmt. Während unsere Kleinen bis dato noch vor allem beim Gemüse aktiv sind, tragen unsere Senior Students bereits fleißig zur Versorgung unserer beiden Kühe bei indem sie Elefantengras sammeln, den Stall ausmisten oder das Futter kleinhacken.

In dieser Woche haben wir nun auch Kindergruppen (Dreier- bzw. Viererteams) gebildet und insgesamt 8 Beete angelegt, wo diese Gruppen ihre eigenen Pflänzchen und Samen gesetzt haben und nun auch pflegen müssen. Das hat mit dem Umgraben begonnen, dann wurde gedüngt und die kleinen Setzlinge aus dem Frühbeet oder auch Samen eingesetzt. Nun müssen die Kinder die Beete pflegen, gießen und hoffentlich irgendwann mal auch die Früchte ernten. Während auf einigen der Beete bereits alles sprießt und gedeiht, sind andere Pflänzchen schon verdorrt, da manche der Kinder kein Wasser zum Gießen holen. Aber all das ist genau jener Lernprozess auf den es uns ankommt.

farm2.jpgBereits im Sommer hatten ja einige der Kinder schon ihre eigenen Obstbäumchen gepflanzt. Auch hier gibt es den einen oder anderen nicht mehr, andere hingegen, wie etwa der Maracujabaum von Sarah, trägt schon reiche Frucht. Unser kleines Land, knapp so groß wie ein Fußballfeld, würde wirtschaftlich gesehen wohl am besten mit nur zwei oder drei Pflanzen bestellt werden. Da wir aber vor allem eine Schulungsfarm sein wollen, wachsen bei uns jetzt neben den Karotten und Tomaten auch Zwiebel, Salat, Bohnen, Melanzanie, Paprika, Ananas, Maracuja, Avocadobäume, Orangen und Mangos. Ausserdem traditionelles Gemüse wie Mais und Kochbananen.

Mit unserer Tierhaltung soll es demnächst auch wieder einen Schritt weitergehen. Der Hühnerstall ist fast fertig und 100 Küken sollen hier zukünftig großgezogen werden, und uns in 6 Monaten mit Eiern versorgen. Ein weiterer wichtiger Schritt um den Speiseplan der Kinder gesünder zu gestalten, denn bisher waren Eier einfach zu teuer.

Wenn man bedenkt, daß wir das Land erst vor 6 Monaten gekauft haben kann sich die Entwicklung wirklich sehen lassen. Und das Lob unserer Nachbarn, wie toll unser Plot bestellt ist, macht unsere Kinder und uns selbst natürlich schon auch stolz.

Hier mal einen ganz ganz herzlichen Dank an alle Spender die uns gezielt für die Farm unterstützt haben, allen voran jenem anonymen Großspender der sozusagen den Grundstein dieser Farm legte. DANKE!!!

 

 

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