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Die aktuellen Reisetagebücher von Gabi und Stefan:
Reise Jänner - März 2012


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Manuelas Volontariats Bericht

IMG_0220Gemeinsam mit meiner Freundin Elvira war ich zu einem 3monatigen Einsatz in Zigoti/Uganda, um bei Kindern eine Chance mitzuarbeiten! Das wir als Krankenschwestern tätig sein werden war von vornherein klar, denn das ist ja auch unser Beruf hier in Österreich!

Vor unserer Abreise bereiteten wir uns gründlich auf unser „Abenteuer“ vor, trafen uns mehrmals mit Stefan und Gabi und bekamen auch etliche Spenden von diversen Firmen zur Verfügung gestellt. Auf diesem Weg möchte ich mich nochmals sehr herzlich bei den Firmen bedanken, die uns mit Infomaterial und Geschenken für die Kinder sehr unterstützten:

  • Krankenhaus der Elisabethinen Linz: für diverse Salben und Verbandsmaterialien
  • Aids-Hilfe-Linz: für ein ausführliches Informationsgespräch und viele Aufklärungsmaterialien, wie Filme, Plakate und Broschüren
  • PGA-Linz: für ein Zahnmodell mit Bürste und vielen Zahnbürsten für die Kinder
  • Thalia-Linz: für 100 Spitzer und Bleistifte
  • Fa. Baar Linz: für Nagelzwicker und Pinzetten
  • Mc Donald´s: für Bunt-und Filzstifte

All die Sachen zu verstauen war dann gar nicht so einfach aber wir konnten alles nach Uganda bringen. Nach fast 24 Stunden waren wir dann vor Ort und Stelle und wurden am Abend herzlichst willkommen geheißen. Die Kinder haben extra für uns ein Willkommensfest veranstaltet das uns wirklich sehr gefreut hat!

Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung und dem ersten Kennenlernen konnten wir dann auch schon frisch und munter mit unserer Arbeit beginnen. Für uns war klar, dass es für die vielen Utensilien für Verbände und sonstigen Krankheiten ein eigenes Verbandzimmer braucht. Ein Raum war schnell gefunden, alles ein bisschen sauber gemacht und eine Matratze für die Behandlungsliege gekauft.

IMG_0354Dann konnten wir richtig loslegen! Und die Nachfrage war enorm! Kleine Verletzungen an Armen und Beinen gehörten ja zur Tagesordnung, denn wie auch  hierzulande, spielen die Kinder gerne Fußball! Schuhe gibt es leider nicht für alle Kinder, somit ist auch das Verletzungsrisiko viel höher. Auch mit ganz normalen Erkältungskrankheiten, vor allem Husten, Schnupfen und Bronchitis waren wir konfrontiert. Hustentee und Hustensaft waren sehr beliebt und ebenfalls die selbstgemachten Öle mit Eukalyptus, Lavendel und Teebaumöl von Elvira erwiesen beste Dienste.

Des Weiteren hatten die Kinder auch immer wieder Malaria, was in Uganda so normal ist wie bei uns eine Grippe! Anfangs waren wir sehr verunsichert wie wir die Symptome richtig  deuten können damit wir ja nichts übersehen. Nach vielen Informationsgesprächen mit unserer Krankenschwester Betty vor Ort und einem  einheimischen Arzt, haben wir dann aber doch Vieles dazugelernt. Da war es oft nur noch ein Blick und wir konnten einschätzen, ob es sich um Malaria oder doch  nur etwas Unkompliziertes handelte. Einen Malaria-Schnelltest ließen wir aber trotzdem  immer machen.

IMG_0164Für unser Zahnmodell mit Riesenbürsten hatten die Kinder eine besondere Vorliebe! Spielerisch konnten sie immer wieder das Zähneputzen üben, was wirklich wichtig war, denn leider mussten wir feststellen, dass die Zahnsituation bei manchen Kindern sehr schlecht war. In Uganda gibt es nicht die Möglichkeiten wie bei uns, schnell eine Wurzelbehandlung durchzuführen. Da gibt es eigentlich nur das Herausreißen, wenn man Geld dafür hat! Wir haben uns sehr bemüht für unsere Schützlinge das Beste herauszuholen, doch leider  konnten wir das Reißen nicht immer verhindern. Darum war es uns so wichtig, dass sie eine gute Mundhygiene lernen und wirklich 2x täglich putzen!

Auch haben wir uns um die behinderte Maria gekümmert! Die Großmutter und die Familie 1-2x wöchentlich besucht, ein bisschen Essen vorbeigebracht, und mit Maria ein paar Gehübungen durchgeführt! Zwischen den Fingern hatte Maria ganz offene Stellen, was wieder mit Elviras Ölen behandelt wurde und bis zu unserer Abreise verheilt war. Für Anfang März organisierten wir für Maria und ihre Großmutter einen 14 tägigen Aufenthalt in einem Rehabilitations-Zentrum, wo die Großmutter physiotherapeutisch geschult wurde.

IMG_3127Ein Schwerpunkt war für mich Claudias Knie nach einer Knochentuberkulose-Infektion vor  vielen Jahren behandeln zu lassen. Durch die Infektion hatte sie solche Schmerzen im Knie, dass sie begann das Bein nicht mehr anzusetzen, wodurch es zu einer Verkürzung und Anwinkelung kam. Eine vorangegangene OP im März 2010 war leider nicht von anhaltendem Erfolg. Wir begannen im Jänner 2011 mit der Behandlung in einer orthopädischen Spezialklinik in  der Nähe von Kampala und konnten Mitte März das Knie operieren lassen.  Die Verlängerung des Beines ist mittlerweile auch beendet und Anfang September sollte der Fixateur entfernt werden können!

Das war ein kurzer Einblick in unsere arbeitsreichen Tage in Zigoti!

Wir haben die Zeit dort sehr genossen und es war für uns eine wahnsinnig tolle und wichtige Erfahrung! Die Kinder und wir waren sehr traurig, als wir sie verlassen mussten.  Medizinisches Personal ist auch weiterhin sehr gefragt und zum Glück ist meine Freundin Kathi zurzeit vor Ort und kümmert sich um die kleinen und großen Wehwehchen!

Manuela Prüggler
Zigoti, 15.01.-15.04.2011

 

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