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26.03.2017

2017 - Abschlussbericht Karolin

2017 - Abschlussbericht Karolin

Drei Monate Leben und Arbeiten in Zigoti, Christoph Bettermann School

2016, ein Jahr unbezahlten Urlaub! Unglaublich, dass das wirklich geklappt hat. Die Arbeitsfelder in Südamerika und Indien standen, jedoch blieb der Wunsch, die letzten drei Monate in Afrika zu arbeiten. Beeinflusst durch die Flüchtlingshilfe hier daheim, um mehr über Kultur  und Leute zu lernen. Durch Zufall erfuhr ich von dem Projekt „Kindern eine Chance“. Nach einem unkomplizierten Bewerbungsverfahren wurde mir die Möglichkeit gegeben, im Herbst als Freiwillige mitwirken zu dürfen. Genial!

Ich reiste von Indien nach Uganda und nach der ruhigen nordindischen Art war das Leben in Uganda zunächst ein krasser Gegensatz. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Aber der überaus herzliche Empfang, seitens der Kinder und Mitarbeiter, machte das Ankommen leichter. Meine Aufgabe bestand die nächsten Monate darin, das Team der Ergo- und Physiotherapeuten  zu unterstützen. Auffallend positiv waren dabei die hohe Fachkompetenz der Mitarbeiter und die gute Zusammenarbeit der Therapiebereiche. Hier konnte ich gut lernen mit wenig Materialien auszukommen und die Therapie zu gestalten. Gerade  im Vergleich zu Europa. Außerdem waren die Kinder meist hochmotiviert an der Therapie teilzunehmen. Oft wurde ich von vielen Kindern am Gang angesprochen, ob sie heute in die Therapie kommen dürfen. In Deutschland kommt es schon mal vor, dass man sich eher als Animateur denn als Therapeut fühlt.

Die Ausstrahlung der Kinder hat mich von Anfang an umgehauen. Diese Größe, Stärke und Herzlichkeit, trotz der oft dramatischen Vorgeschichte. Es war auch wunderschön zu beobachten, wie sich die Kinder und Jugendlichen gegenseitig halfen und wie selbstständig dadurch viele Aktivitäten, trotz großer Einschränkung,  gemeistert werden können.

Ich hatte auch das Glück, den Unterricht an der CB School und anderen Schulen zu besuchen. So konnte ich auch miterleben, wie der Unterricht gehalten wurde und ganz andere Seiten an den Kindern und Jugendlichen entdecken. Außerdem durfte ich einige Male den Physiotherapeuten und einmal den Sozialarbeiter bei den Fieldtrips begleiten und hatte somit die Möglichkeit die Kinder vor Ort zu Hause zu behandeln und einiges über das tägliche Leben in Uganda mitzuerleben. Auch stand ein Tag in der Woche die Taubstummenschule in Ttanda auf dem Programm.

So wurde mir mit der Zeit klar, wie weitreichend und nachhaltig „Kindern eine Chance“ arbeitet.Es ist wirklich beeindruckend was in so kurzer Zeit höchstprofessionell auf die Beine gestellt wurde und welch tolle Mitarbeiter vor Ort gefunden wurden. Vielen vielen Dank „Kindern eine Chance“ für diese wundervolle, aufregende und beeindruckende Zeit! Diese Eindrücke und Erlebnisse werden mich ein Leben lang begleiten und haben meine Art zu behandeln sehr geprägt. Macht weiter so!!!