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23.03.2010

2010 - Woche 5: Schulbeginn und Besuch aus Österreich

Der Schulanfang ist mit viel Arbeit verbunden

Heute sind wir ein wenig müde und merken, dass die letzte Woche sehr intensiv war. Einerseits hat die Schule angefangen und das bedeutet auch für uns und unser Team hier viel Arbeit. Hefte und Stifte werden ausgegeben, neue Uniformen bestellt. Wir kontrollieren, ob die Patenkinder auch wirklich in der Schule sind, was allein in der St. Mary’s Schule mit gut 130 unterstützen Kindern schon eine Herausforderung ist. Aber unsere Arbeit beschränkt sich ja schon länger nicht mehr nur auf Zigoti und so sind wir viele Kilometer gefahren, um einerseits die Patenkinder und andererseits aber vor allem die unterstützen Schulen zu besuchen. Die 60 Kinder in St. Agnes haben ihre Hefte und Stifte bekommen und beginnen das Schuljahr nun mit einer neuen Latrine, die 20 Kinder in St. Michael freuen sich, dass sie nicht mehr wegen der nicht bezahlten Schulgebühren nach Hause geschickt werden. 180 Kinder im Umkreis von Zigoti besuchen 7 verschiedene Schulen und in Madudu unterstützen wir jetzt 80 Kinder in 5 Schulen. Wenn nun alle Ortschaften nah beieinander und leicht zu erreichen wären, wäre es schon nicht in einem Tag machbar, alle zu besuchen. Wir sind insgesamt sicher 15 Stunden auf Motorrädern oder in Taxibussen gesessen, um alles zu erledigen.

[Brunnen_in_Butimba] Besonders schwierig ist ja die Logistik für Butimba, wo wir ein neues Schulgebäude errichten. Umso mehr freut es uns, dass der Bau dort große Fortschritte macht. Stefan hat auch den örtlichen Brunnen repariert, was die Unterstützung der Gemeinde für unseren Bau natürlich noch mehr fördert. Auch in Butimba, wie in vielen unterstützen Schulen, bauen wir nicht nur ein Gebäude, sondern unterstützen auch in der Lehre. In dem Fall heißt das, dass wir gemeinsam mit Father Jospeh einen Direktor gesucht haben, der bereit ist, in der entlegenen Gegend aktiv zu sein. In John Baptiste haben wir so jemanden gefunden. Der junge Mann hat in Kampala studiert und bevor er seine Ausbildung fortsetzt, wird er nun die Schule in Butimba aufbauen. Wobei man ja kaum von Schule sprechen kann. Der bisherige Direktor dort hat nicht einmal Senior 4 (Mittelschule) abgeschlossen und spricht kaum Englisch. Englisch wäre aber eigentlich Unterrichtssprache. Auf alle Fälle sind wir zuversichtlich, dass sich die Situation verbessern wird.

[schule_bongole] Auch die „A Chance for Children Primary School Bongole“ hat ihren Betrieb aufgenommen. Das erste Schulgebäude ist fertig und bringt 3 Klassen in Klassenzimmern unter, die anderen drei Klassen werden derzeit noch auf der Veranda unterrichtet. Aber selbst das ist besser als der Unterricht davor der kleinen schmutzigen Lehmhütte. Direktor Richard und seine 6 Lehrerinnen und Lehrer sind sehr engagiert. Gestern haben wir sie am Nachmittag überraschend besucht. Und obwohl da nur noch 3 Klassen Unterricht haben, waren alle Lehrerinnen anwesend. Die, die nicht in der Klasse waren, haben für den nächsten Tag vorbereitet. Das ist wirklich nicht selbstverständlich in Uganda. Die Schuluniformen sind auch schon im Entstehen. Sie sind grün, passend zu unserem Logo (Siehe erstes Bild). Wir sind schon recht stolz!

Lokalaugenschein bei KINDERN EINE CHANCE/ Uganda

[uli_peter] Letzte Woche hatten wir auch Besuch. Unsere Spender Ulrich Huber und Peter Lenhart kamen eine Woche zu uns, um sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen. Ulrich Huber war ja bereits vor einem Jahr hier, um sich das von ihm finanzierte Ulrich Huber Gebäude in der St. Mary’s Schule anzuschauen. Für uns war es sehr spannend zu erleben, wie er die Entwicklung der vergangenen 12 Monate sieht. Uli hat sich besonders auf die Kinder gefreut, sie ihm schon bei seinem ersten Besuch ans Herz gewachsen sind.

„Es ist unglaublich, was sich hier alles getan hat. Neben den baulichen Veränderungen sind vor allem die Fortschritte der Kinder wirklich beeindruckend. Heuer können mir Yudaya, Mbona und Bonny schon richtige Geschichten auf Englisch erzählen. Im letzten Jahr haben wir uns nur spielerisch verständigen können. Toll!“
Peter Lenhart war das erste Mal in Afrika und vom ersten Moment an der Liebling der Kinder. Seine Offenheit den Kleinen gegenüber hat alle in ihren Bann gezogen.

[ORF_in_Uganda] Vier Tage lang hat der ORF Journalist Kurt Reindl unsere Arbeit begleitet. Wir konnten ihm die unterschiedlichsten Aufgaben zeigen, die wir hier zu erledigen haben. Kurt war dabei, als Stefan den Brunnen in Butimba repariert hat. Er hat erlebt, wie wir der behinderten Maria ihren dringend benötigten Rollstuhl gebracht haben und wie sich Boneventula, Bridget und Brenda gefreut haben, als wir sie ins Patenprogramm aufgenommen haben. Berührt war er genauso wie wir vom Besuch bei Rosemary in Madudu. Die AIDS-Medikamente wirken gut und wir haben uns alle sehr gefreut, uns wieder zu sehen. Man fragt sich aber dennoch, wo Rosemary, die so einfach und arm leben muss, 4 Kinder zu versorgen hat und  HIV positiv ist, die Energie hernimmt, um ihren Kindern eine gute Mutter zu sein und Lebensfreude versprüht. Beeindruckend.